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Werra und Weser

Werra und Weser (fast) regenfrei!

Jedes  Jahr die gleiche Tour – wird das nicht langweilig?
Nein, denn es gibt immer wieder neue Herausforderungen und andere Erlebnisse und Bedingungen!

In diesem Jahr verlief gleich der Start in Bad Sooden auf der Werra völlig atypisch: schon nach dem ersten Schlag fanden wir uns auf einer Sandbank wieder, so dass Aussteigen eines Ruderers und Schieben angesagt waren. Bei einem extrem niedrigen Wasserstand (Pegelstand Allendorf: 79 cm) war volle Konzentration im Bug und am Steuer angesagt, um nicht auf Grund zu laufen.

Begleitet von strahlendem Sonnenschein ersehnten wir mit Spannung den Flutgraben bei Hedemünden – einer kühlen Dusche nicht abgeneigt. Nach den Erfahrungen aus den Vorjahren wurden wichtige Dinge vorher noch wasserfest verpackt, nur Erika vergaß, ihr Geld zu verstauen. Würde ihr nun ein Verfahren wegen Geldwäsche drohen? Doch dann kam die Enttäuschung: das Abenteuer „Tsunami“ blieb in diesem Jahr völlig aus, bis auf den (Angst)Schweiß blieben wir staubtrocken!

Eine positive Überraschung erwartete uns dann an der Umtragestelle am Letzten Heller: alles war ordentlich hergerichtet, und es standen sogar zwei Transportwagen für die Boote zur Verfügung. Entspannt konnten wir die letzten Ruderkilometer bis zum ersten Etappenziel genießen, nur das Anlegemanöver forderte noch einmal etwas ruderisches Geschick. Aber mit vielen guten Ratschlägen (etwa 7 Anweisungen von 4 Ruderkameraden) versorgt, erreichte schließlich auch das letzte Boot schadenfrei das Ziel.

Während nun die eine Gruppe einen Teil des Gepäcks zum Hotel brachte und dann die Fahrzeuge aus Bad Sooden  Allendorf abholte, machte sich der Rest nach einer Kaffeepause in der Mündener Altstadt zu Fuß auf den Weg zum diesjährigen Quartier. Das Hotel Eberburg liegt idyllisch am Berg unterhalb der Tillyschanze. Um den Ausblick über Hann. Münden  von dort genießen zu können, mussten zunächst etliche Treppen und eine nicht unerhebliche Steigung überwunden werden. Der Blick ins Tal und eine dank Sonjas Beschwerde auch warme Dusche entschädigten für die Mühen.

Zum Essen mussten wir noch einmal in den Ort hinunter gehen, da ein Tisch im Ratsbrauhaus bestellt war. Der Rückweg war dann nach leckerem Bier und Essen ein mehr oder weniger willkommener Verdauungsspaziergang.

Den Weg zu unseren Booten legten wir nach dem Frühstück am nächsten Morgen glücklicherweise mit den PKW zurück. Und dann – oh Schreck – war mein Ruderkissen weg? Nein, Klaus fand es unter einem Gepäckstück und rettete mir damit im wahrsten Sinne des Wortes den Arsch.

Während der rudernde Teil zur ersten Tagesetappe nach Oberweser aufbrach, holte der Landdienst    Dr. Dagmar vom Bahnhof ab und brachte Jürgens Wagen nach Beverungen sowie den Hänger nach Bad Karlshafen. Leider war am Zwischenziel der Pontonsteg am Campingplatz (noch) nicht aufgebaut, so dass  wir den Fähranleger für unsere Wechsel nutzen mussten.  Während der freundliche Fährmann geduldig wartete, ruderte der Dreier mit Klaus, Mark und Steuerfrau Dagmar mit kräftigen Schlägen vorbei.

Am Tagesziel Beverungen erwartete uns außer dem Landdienst auch Marks Familie.   Wir nahmen wie in den Vorjahren in unserem Stammhotel „Weserdampfschiff“ in Bad Karlhafen Logis, wo uns am Empfang die Seele des Hauses und langjährig bekannte Frau Sommer begrüßte. Und ebenfalls wie immer  brach ein großer Teil der Gruppe nach dem Genuss von Kaffee und Kuchen (sowie dem Abschied von Regina, den wir nicht genossen)  in die Kristalltherme zum Wellnessteil der Veranstaltung auf. Der Rest vertrieb sich die Zeit mit Schlafen (Erika), Wandern (Jürgen) oder einem Erkundungsgang durch den Ort. Gestört wurde das Nachmittagsvergnügen durch einen heftigen Gewitterschauer.

Beim Abendessen im Hotel wurden der Ablauf und die Bootsbesetzung des kommenden Tages heftig diskutiert. Sollten wir angesichts drohender Gewitter tatsächlich mit drei Booten starten?

Der Sonntag begann wettermäßig wenig vielversprechend.  Vor dem Start standen Wasserschöpfen und Abriggern der Moorlady, die auch noch bergauf unter reichlich Gestöhne zum Verladen getragen werden musste. Dagmars Entscheidung, auf diesen Rudertag zu verzichten, war vielleicht doch eine gute Idee? Der BEB-Mantel von Alois jedenfalls war an diesem Tag wieder im Einsatz. Es blieb dann doch weitestgehend trocken, obwohl uns das Donnergrollen unterwegs und mitten in der Landschaft schon leicht beunruhigte. Am Wechselpunkt Bodenwerder hatte aber nur den Landdienst ein heftiger Gewitterschauer erwischt, die Ruderer blieben verschont.

Die Highlights dieses Sonntags: Fürstenberg – das falsche und das richtige, der erste Tausender bei Kloster Corvey  und 10 Dicke bei km 119 für den Tausendsten Jahreskilometer von Klaus F.  Zum Abschluss in Hameln gab es Sekt und nach dem Verladen der Boote das traditionelle Essen in der Tündernschen Warte. Dort soll es auch schon erste Anmeldungen für den Wesermarathon 2015 gegeben haben....

D.K.

Bilder zum Bericht

Statistik:
14 Teilnehmer, 1990 Mannschaftskilometer


 
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