Werra & Weser - WSV-Rudern

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Langstreckenrudern I -  Werra und Weser von Bad Sooden bis Hameln

Am letzten Aprilwochenende fand die erste Mehrtagestour der WSV-Ruderer statt. Insgesamt fünf Ruderer und sechs Ruderinnen brachten für das Fahrtenbuch 1572 Ruderkilometer mit nach Hause. Die Strecke von Bad Sooden bis nach Hameln wurde in drei Tagen gerudert.
Alois‘ Planung ermöglichte am Freitag allen zehn Ruderern die Bewältigung der Strecke von Bad Sooden nach Hann. Münden im Boot auf der Werra. Der Wettergott war mit uns, und außer der üblichen Wasserübernahme im Flutgraben bei Witzenhausen wurden wir erst ab der ersten Umtragestelle am Letzten Heller, also nur auf den letzten fünf Kilometern, von oben nass. Nach einer Kaffeepause in der Mündener Altstadt machten wir uns zu Fuß auf den ca. 3 km langen Weg zum Jagdhaus Heede, unserem diesjährigen Übernachtungsort. Kurz vorm Ziel wurden wir von unseren Begleitfahrzeugen überholt. So konnten wir im Hotel gleich mit Gepäck auf die Zimmer gehen und die warme Dusche genießen. Zum Abendessen trafen wir uns wieder im Gastraum und testeten die Speisekarte und das Getränkeangebot. Die Frage „Was ist denn ein Schwanzfederhuhn?“ zeigte, dass die Teilnehmer überwiegend in einem Alter sind, in dem eine Lesebrille sehr hilfreich sein kann – es handelte sich nämlich um ein Schwarzfederhuhn, das jedoch bei keinem von uns auf den Teller kam. Der nach dem Essen von Klaus getestete „Lockstedter“ kommt im Übrigen nicht aus dem hohen Norden Deutschlands, sondern aus Gronau an der Leine!
Nach Genuss der Frühstücksbuffets mit „Terracotta“ und anderen Köstlichkeiten machten wir uns mit den Fahrzeugen auf den Weg zu unseren Booten. Vor dem Rudern war hier erst einmal Wasserschöpfen angesagt, denn es hatte in der Nacht reichlich geregnet und die Boote waren gut gefüllt. Zum Einsteigen mussten wir dann Schuhe und Strümpfe ausziehen, weil die übliche Einsetzstelle im Wasser verschwunden war. Während die Füße nach der Kneippkur schnell wieder warm wurden, fröstelten die Steuerleute an diesem Tag mit Nieselregen und niedrigen
Temperaturen trotz Alois‘ BEB-Mantel bzw. Jürgens Segeljacke. Erfreulicherweise ging es nachmittags dann zum Wellnesteil der Fahrt in die Weser-Therme in Bad Karlshafen, wo Gelegenheit war, sich in Sauna oder warmer Sole wieder aufzuwärmen und zu erholen. Udo verließ uns nach dem Saunabesuch. Als Ersatz war Dorothee mit dem Zug angereist.
Am Sonntagmorgen mussten wir in zwei Etappen zu unseren Booten beim Kanuklub Beverungen gebracht werden, da wir an diesem Tag nur ein Begleitfahrzeug hatten. (Dagmars Golf wartete in Hameln auf uns). Die etwa 80 km lange Tagesetappe konnte bei wechselnder Bewölkung trocken zurückgelegt werden. Auf Empfehlung von Alois wechselten wir uns alle zehn Kilometer mit dem Steuern ab, so dass man weder fror noch sich überanstrengte. Auf den letzten zwanzig Kilometern steuerte Klaus und konnte seiner Bootsbesatzung manch Wissenswertes über die Umgebung berichten. Er feuerte seine Mannschaft zur Spitzengeschwindigkeit von 20 km/h an, als plötzlich ein Telefon klingelte – unser Begleitfahrzeug war auf Abwege geraten und es wurde Rat benötigt. Die Freude war groß, als Dorothee uns dann aber samt Bus und Hänger in Hameln am Steg in Empfang nahm.
Nach dem Aufladen zielte Klaus beim Wenden des Zugfahrzeuges noch ein wenig auf ein Fußballtor, bevor es zum traditionellen Abschlussessen in die Tündernsche Warte ging. Hier ließen wir die Tour noch einmal Revue passieren – wenig Kritik (Boote vorher testen, funktionsfähige Ersatzteile mitnehmen) und viel Lob für die hervorragende Organisation durch Alois!
Foto v. l. n. r.: Dorothee Gratz, Klaudia Weidig, Regina Zwirner, Daria Krupka, Hendrik Jansen (Gast vom DRC), Dagmar Fateiger-Roll, Klaus-F. Gratz, vorne Alois Salamon, Jürgen Podhajecky und Dagmar Thürmann. Es fehlt Udo Kordex, der uns bereits am Samstag verlassen hatte.
D. K.

 
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