Werder / Havel - WSV-Rudern

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Fahrtenbericht Pfingsten 2008: Werder/Havel          

-Miss Wanderfahrt 2008 auf Blütenstadt-Insel gekürt-

Was hat ein samstäglicher Einkaufsbummel in der hannoverschen Innenstadt mit einer Rudertour am Pfingstsonntag auf der Havel zwischen der für den Obstanbau überregional bekannten Stadt Werder und Potsdam gemeinsam? 20 WSV-Ruderer in vier Vierern (mit Steuermann bzw. -frau) können diese Frage beantworten. Es ist genauso anstrengend, alle paar Meter anzuhalten, um ein Schuh- oder Handtaschengeschäft zu besichtigen wie alle 100 Meter wegen durch Motorboote verursachter hoher Wellen zu stoppen und diese „abzureiten“. Jeder wird bestätigen, dass 2 km Bummeln genauso anstrengend (und definitiv teurer) sind als 10 km Wandern im Wald bzw. 5 km Havelrudern genauso die Kondition beanspruchen wie 20 km „freies“ Rudern. Am Vortag bestand die Notwendigkeit für die „kleinen Pausen“ noch nicht, so dass jeder beim abendlichen traditionellen Grillabend von einer überaus gelungenen 32 km langen Tagesfahrt nach Ketzin incl. einer Mittagspause im Restaurant “An der Fähre“ schwärmte. Der am Pfingstsonntagmittag vom Wanderruderwart Bernhard in weiser Voraussicht eingeplante und durchgeführte Wechsel auf die mitgebrachten Fahrräder war daher nur die logische Konsequenz. Ein Ausflug zur Braumanufaktur Forsthaus Templin mit „eingebauter“ Dixieland-Band und der Besuch des Einstein-Hauses (http://www.kavalierhaus-caputh.de/german/culture/einsteinhaus.html) in der Nähe von Caputh waren die wichtigsten Stationen dieser Radtour. Dorothee erwies ihr kaufmännisches Geschick, als sie dem Fährmann (http://www.caputher-touristencenter.de/seite16.htm) einen so günstigen Gruppentarif „abschwatzte“, dass sogar noch der kostenlose Transport einiger Nicht-WSVler dabei heraussprang.

Der Sonntagabend war geprägt durch die Wahl der Miss Wanderfahrt 2008. Um eine würdige Trägerin dieses erstmals in der mittlerweile 19jährigen WSV-Pfingstwanderfahrt-Geschichte zu finden, wurde wie im richtigen Leben erstmal eine Kommission gegründet. Der Debatte über die Anzahl der Kommissionsmitglieder (5) schlossen sich Diskussionen über den Modus zu ihrer Wahl an (nicht geheime, einfache Mehrheitswahl). Nach erfolgter Wahl der Kommissionsmitglieder erkor diese Reinhold zu ihrem Leiter. Nach Rückzug zur Beratung wurde die Wahl der Miss Wanderfahrt wortreich von Reinhold begründet und ihre Inthronisation zelebriert. Auf eine detaillierte Beschreibung der Begründung der Kommission wird hier aus Platzgründen verzichtet. Daria freute sich über ihren Titel und begann gleich, Wanderruderwart Bernhard kraft ihres neuen Amtes bei der Auswahl der Ruderetappe für den nächsten Tag zu unterstützen. Vielleicht lag es an Daria, aber es kam zu einem Novum: Nicht alle Boote fuhren die gleiche Strecke; ein Vierer wählte die km-reichere sogenannte " kleine Umfahrt" über den Paretz-Kanal und Potsdamer Gewässer, mittags trafen sich dann alle im Restaurant "Seekrug des Ruder-Olympia-Zentrums Potsdam. Diese Lokalität war übrigens der westlichste Punkt der letztjährigen Wanderfahrt, so dass beide Fahrten ineinander führen.

Was gibt es weiteres zu berichten von einer Wanderfahrt, die sich durch das phantastische Wetter und ihre Skandalarmut wohltuend von ihren Vorgängerinnen unterschied:

Es steht zu vermuten, dass Jürgen bald „Kanadier fahren“ als eine neue Sparte im WSV einführen wird. [Das ist das mit dem Knien und dem auf einer Seite paddeln und trotzdem geradeaus fahren.] Anlass war das Eintreffen von Hendrik Scholz, ehemaliges Nationalmannschaftsmitglied, am Steg des gastgebenden Vereins Ruder-Club Werder/Havel von 1918 (http://www.ruder-klub-werder.de/). Die ersten Knieversuche von Jürgen endeten innerhalb weniger Sekunden in Märkischem Gewässer, aber das Interesse war geweckt. Mir ist nicht bekannt, ob bisher ein entsprechender Antrag auf Spartengründung für die nächste Vereinsvollversammlung eingereicht wurde.
Quasi im Vorbeifahren wurde ein neuer Schmetterling aus der Familie der Spanner entdeckt und dank Marianne entsprechend benannt: der Havelspanner. Wer dabei an einen mit Fernglas bewaffneten Mann denkt, der von einem Motorboot aus versucht, nacktes Fleisch zu sehen, liegt völlig richtig.

Das versehentliche Einpacken eines Skullpaares vom Gastverein beschäftigte vor allem Jörn und Bernhard nach der glücklichen Rückkehr aller Beteiligten in Altwarmbüchen am Dienstag: Die umgehend beauftragte Spedition lieferte die Skulls erst so spät in Werder ab, dass die Regatta am darauf folgenden Wochenende nicht mit dem gewohnten „Handwerkszeug“ gefahren werden konnte, was uns natürlich sehr leid tut.

Wie immer, wenn 20 Menschen für drei Tage beisammen sind, kristallisieren sich die unterschiedlichen Ausprägungen der sozialen Kompetenz der Beteiligten heraus. Als Beispiel sei das „morgendliche Brötchen holen“ genannt. Am Ende macht es immer der Chef (in diesem Fall der Ruderwanderwart persönlich)! Nächstes Jahr wird es hoffentlich wieder eine von Bernhard hervorragend organisierte Wanderfahrt geben. Vielleicht kann man im Vorfeld in einem mehr oder weniger aufwendigen Wahlverfahren einen „Brötchen-hol-Wart“ wählen oder einfach jemanden bestimmen.

Zusammenfassend bleibt festzuhalten, dass diese Wanderfahrt wie jedes Jahr Lust auf mehr gemacht hat. Ich kann gar nicht verstehen, wie man als WSVer nicht dabei sein kann. Ich melde mich jedenfalls hiermit schon mal für die nächste Tour, wohin sie auch immer führen mag, an.

Thomas Wonik

 
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