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SUP Crew  im Spreewald  oder das was Ihr da macht, hat keine Zukunft!

Die erste mehrtägige Tour unserer SUP Crew stand bevor. Das Wetter unter der Woche ließ uns das schlimmste erahnen, aber sämtliche Wetterprognosen fürs Wochenende sahen positiv aus und so fuhren wir mit zwei Autos in Richtung Osten. Unsere Vorhut bestehend aus Udo, Anja und Uwe begaben sich am Freitagmorgen auf den Weg, um schon an diesen Tag die ersten Paddelkilometer Rund um Lübbenau zu bewältigen. Mit viel Verkehr auf den Kanälen des sehr beliebten Gebietes rund um Lübbenau herum, wurden so die ersten Erfahrungen gesammelt.
Das zweite Auto mit Andre, Annika, Annette und Thomas startete erst am frühen Freitagnachmittag. Nach vier Stunden Fahrt kam die Nachhut fast zeitgleich mit unseren Paddelfreunden Herbert und Maike aus Hohenstein-Ernstthal an der Pension an.



Das erste gemeinsame Abendbrot wurde im lauschigen Hafeneck in Burg eingenommen und dabei die anstehenden Touren besprochen. Mit viel Vorfreude und guten tschechischen Bier aus dem pensionseigenen Fässchen gingen wir zu Bett.
Frühstück gibt es um 8:30 Uhr, teilte uns unsere Wirtin mit. Mit dieser Ansage kam die Tagesplanung von Uwe schon leicht ins Wanken. Uwe wollte früh los – alle anderen eigentlich nicht so unbedingt. Den Startzeitpunkt für die erste Tour bestimmte somit die Wirtin. Damit es doch halbwegs zeitig losgehen konnte pumpten wir die iSUPs  vor dem Frühstück bei herrlichstem Sonnenschein und unter gelangweilten Blicken unserer Nachbarskühe auf.



Gut gestärkt und bestens gelaunt starteten wir direkt an der pensionseigenen Einstiegsstelle. Nach knapp 50 m konnten wir allerdings schon wieder aus dem Wasser raus. Da erwartete uns unsere erste Schleuse. Hochmotiviert ließen sich einige der SUP Crew von Uwe fachmännisch schleusen. Dem Rest der Gruppe war das zu langsam und umging die Schleuse indem sie die ca. 15 m einfach mit den Boards umliefen. Dies sollte im späteren Verlauf der Touren zur allgemeinen Praxis werden, da auf beiden Seiten der Schleusen meist viele Kanus in Warteschlangen warteten. Da war das Drumherum Tragen einfach schneller.


 
Die Pracht des Urwaldes ließ uns genießerisch durch die Natur paddeln. Genau so hatten wir uns das vorgestellt! Und das ist genau ein Aspekt, warum man diesen Sport lieben muss. Erst nach einer ganzen Weile kamen uns Leihkanus und größere Boote entgegen.  Der Kulturschock für viele Spreewaldurlauber war doch noch groß. Hawaii im Spreewald! Es verging kein Treffen mit den alteingesessenen Wasserfahrzeugführern, ohne dass wir einen Kommentar bekamen.

Da die Kommentare so vielfältig waren, haben wir im Folgenden mal die besten Wortperlen aufgelistet:

1. „Das was Ihr da macht hat ja keine Zukunft“
   SUP CREW Gedanken: da haben sich die Hawaiianer aber mal so richtig geirrt vor 1000 Jahren

2. „Guck mal ein Haiboot“
   SUP Crew Gedanken: Häh? Wie konnten die denn die Finne sehen?

3. „Sollen wir mal Wellen machen?“
   SUP CREW Gedanken: Ja gerne und ich komme dann zu Euch rüber gehüpft und Tanze Samba

4. „Sollen wir Euch mal nass machen?“  und nicht zu verwechseln mit „Wird man da nass?“
   SUP CREW Gedanken:  Immer wieder lustig, je öfter man es hört.

5. „Ist das kompliziert zu lernen?“
   SUP Crew Gedanken: Ja das sind hochkomplexe Bewegungsabläufe und nicht von jedem zu beherrschen.

6. „Was ist das denn? Habe ich ja noch nie gesehen? Wo kann man das denn machen, das ist ja neckisch.“
    SUP Crew Gedanken: Genau das Gleiche haben wir auch gedacht, als wir Euch sahen.

5. „Na für einen Sitz hat es wohl nicht gereicht?“
    SUP Crew Gedanken: Stimmt – ist echt doof so mit der besseren Übersicht

7. „Ist das ein Stromkabel?“
   SUP Crew Gedanken: ja damit laden wir uns und unsere Handys auf – total praktisch, nennt man übrigens aus        Leash.

So gut unterhalten von unseren Mitpaddlern in den Booten, kehrten wir an einigen der immer direkt am Wasser gelegenen Biergärten und Gaststätten ein und stärkten uns mit einigen Paddelbierchen (Pupens Starkbier mit roter Fassbrause), Potsdamer (Pils mit Himbeergedöns) und der leckeren Spreewälder Küche.  Für die Herren, die noch ein wenig unter dem ersten Eindruck des tschechischen Bieres des Vorabends standen, gab es ein Kontra-Radler.



Gurken, sofern jemand dies nicht wusste, ist hier übrigens ein absolutes Muss zu jeder Mahlzeit. Auch zum Frühstück – Gurke geht immer. Fanden wir auch!
Zur Mittagszeit wurde es auf unserer Tour immer voller auf den Kanälen und der Genuss der schönen Landschaft wich diversen Ausweichorgien. Von grölenden Junggesellenabschieden, über Pärchen, bei denen die Frau paddelte und der Mann hinten im Boot sich gönnerhaft fahren ließ über ein über ambitioniertes Mädchen Anfang 20, die mal so gar nicht klar kam mit dem was sie da machte und ziemlich genervt von uns war, da sie nicht vorbei kam. Entschleunigung sieht anders aus – wir blieben entspannt  und paddelten weiter – Hang Loose.
Um 17 Uhr kamen wir mittlerweile geschafft von der 16 km langen Strecke an unserem Ausgangspunkt an. Zur Erfrischung sprangen wir in den nahegelegenen Badesee und unsere Boards konnten auf der riesigen Wiese hinter unserer Pension trocknen.
Der Abend klang dann bei einer reichlich gedeckten Grilltafel und guter Stimmung aus. Übrigens wurde heute das tschechische Bier nicht ganz so überschwänglich getrunken wie zuvor, obwohl es immer noch saulecker war. Herbert hatte, sozusagen als Gastgeschenk, Biere aus Zwickau mitgebracht. Das war eine starke Konkurrenz zum tschechischen Fassbier und ließ uns bis weit nach Mitternacht in der lauen Sommernacht zusammensitzen.


Der nächste Morgen begann für alle sehr unterschiedlich. Anja und Annika hatten sich zum Schwimmen im Badesee verabredet. Der Rest schlief etwas länger und packte anschließend die Autos, da wir gleich nach dem Frühstück zu unserer nächsten Einstiegsstelle fahren wollten. Die Sonne brannte schon ordentlich und es sollte ein toller Tag werden. Nach dem Frühstück und Auschecken startete unsere Tour ca. 10 Autominuten entfernt am Hotel Eiche.
Heute befuhren wir die weniger frequentierten Kanäle. Nur wenige andere Wassersportler begegneten uns und die Ruhe und Aussicht von den SUP Boards war herrlich. Einzig das leise Platschen der Paddel und die Geräusche der uns umgebenden Natur ließen uns noch einmal vollends in den Zauber des Spreewalds eintauchen.
Bei unserer ersten Rast trauten wir unseren Augen kaum. Da kam tatsächlich, eine ältere sportliche Dame angepaddelt – auf einem SUP! Sind wir doch nicht die einzigen? Es stellte sich heraus, dass sie aus der Gegend kommt und das SUPen ein Jahr zuvor für sich entdeckt hatte. Sie war gerade auf Ihrer Sonntagstour. Nach kurzem Plausch machten wir uns weiter auf unseren Weg.
Kurz vor unserem nächsten Rastpunkt fing es an zu regnen. Da wir mittlerweile so entspannt waren  suchte keiner von uns fluchtartig ein trockenes Plätzchen. Warum auch? Uwe bestätigte uns in unserem Handeln, da er es als typisches hawaiianisches Wetter erklärte. Sonnenschein und Regen. Wodurch sollte auch sonst die Natur so schön grün bleiben? Stimmt! Da ist was Wahres dran und so ließen wir uns vom Regen erfrischen.
Einzig Annika versuchte es kurz auf dem Wasser, unter einem Baum trocken zu bleiben. Aber als der Rest der Truppe hungrig am Ufer stehend, das Versorgungsboot anforderte, musste sie doch aus dem Wasser. Die meiste Verpflegung war bei Ihr auf dem Board.
Der Regen hörte nach kurzer Zeit auf und dank der Sonne war die Nässe schnell verschwunden. Nur Maikes Board machte auf einmal so komische Zischlaute. Irgendwie entwich unter der Netzhalterung ein wenig Luft. Wir hatten ja zum  Glück eine Pumpe mit. Herberts kleiner Kampf mit der störrischen Pumpe, die den Stöpsel des Ventils immer wieder reindrückte und so nachdem vermeintlich erfolgreichen Aufpumpen die Luft wieder entließ, ließ uns kurz inne halten.  Was nun? Naja der Weg war nicht mehr so weit und das muss das Board jetzt einfach abkönnen, so mit knapp 10 psi.
Da nun langsam auch die Kräfte nachließen, sehnten sich alle dem Ende der 12 Kilometertour herbei. Pünktlich beim Abbau unserer Boards fing es an zu grummeln. Es kündigte sich ein Gewitter an und wir entschlossen uns unseren Spreewaldaufenthalt im Hafeneck in Burg bei Fisch, Grützwurst und, Ihr ahnt es schon, reichlich Gurken ausklingen zu lassen.



Danke an Uwe für die tolle Organisation und Ausarbeitung der Tour und viele liebe Grüße an unsere neuen Paddelfreunde und SUP Crew Außenposten Herbert und Maike. Wir freuen uns schon jetzt auf die nächsten Touren mit Euch.
MAHALO  und ALOHA    Spreewald  –  wir kommen wieder!

 
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