KLAUS & klaus - WSV-Rudern

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KLAUS & klaus
Eine Regattareportage

Wer kennt sie nicht den „GROSSEN KLAUS„ und den kleinen klaus, die beiden WSV-Aktiven. Der GROSSE als „Wilde Sau vom WSV“ in Rudererkreisen gefürchtet, misst 1,72 m; der kleine aus dem Kanusport hervorgegangen, misst 1,71 m

Beide konvertieren aber auch gern zu anderen Sportarten, der GROSSE soll lt. Presseberichten eine heimliche Liebe zum Segeln in sich tragen; der kleine setzt sich gern ins Ruderboot, vorzugsweise auf den Steuermannssitz.

Es ergab sich aber am 29.09.2001, dass beim Head of the River Leine 2001, dem Ruderrennen quer durch Hannover, beide Kläuse zusammen im Achter saßen, KLAUS (GROSS) als kurzfristig selbsternannter Kommandeur, klaus (klein) als Steuermännchen.

Der Kommandeur versah seinen Adjutanten mit allerlei Instruktionen und renntaktischen Anweisungen (10 Dicke beim Schwarzen Bären, Höhe Dornröschen voll auf die Beine, danach lässt du die Sau raus. Mach sie fertig bis ihnen schwarz vor Augen wird.) Und ab ging’s.

Nun war der 29. September ein wunderschöner Herbsttag. Die Sonne schien ohne Unterlass, keine Lüftchen regte sich. Ein Nachmittag zum Genießen. Der Klaus’sche Achter passierte die Brücke am Schwarzen Bären (was bringt dieser schöne Tag doch für hübsches Publikum auf die Brücken). Null Dicke! Die Bootsbesatzung genoss bei moderater Schlagzahl, bar jeglicher verbaler Belästigung durch Steuerpersonal, die Passage durch Linden, registrierte zufrieden die starke Strömung von Ihme und Leine und so näherte man sich Dornröschen, auf Steuerbord im vollen Sonnenlicht liegend und behaglich vor sich hindösend.

Diese schöne Zeit permanenten Genießens ging aber leider 400 m vor dem Ziel zu Ende, denn nun schallten die Anfeuerungsrufe der Zielgemeinde über das Wasser und nötigten der Altwarmbüchener Task-Force das Letzte ab.

Applaus - ein frisch gezapftes Lindener und selbst das mühsame Herausnehmen des Bootes entfiel, denn dieses wurde nun von dem Mixed-Achter des WSV übernommen.

4 Männer, 4 Frauen und auch hier war der kleine klaus als Steuermann gemeldet. Das übliche nie ganz konfliktfreie Übergabe,-Übernahmeszenarium ausnutzend nahm sich klein klaus zum Zwecke der persönlichen Ent- und Versorgung eine kurze Auszeit, welche dem GROSSEN KLAUS, sich immer im heckwärtigen Bereich des Bootes aufhaltend, nach 5-minütiger Abwesenheit als lang genug erschien, sie als zu lang zu erklären und kurzerhand mit dem Ausruf „Attacke“ das Steuer des bereits ungeduldig wartenden Mixed-Achters an sich riss.

So kam es wie es kommen musste ...Generationen von Geschundenen, ob Chirurgen, Schnupperer, arglose Elternteile, Töchter und sonstige Unschuldige können es den „Gemixten“ nachfühlen, oropaxlos einem GROSSEN KLAUS auf großer Fahrt ausgeliefert zu sein.

Die vorgesehene Startzeit von 13:30 h (Zeit der Mittagsruhe) war wie geschaffen ohne externe Immissionen Kommandos und Befehle an den Mann/die Frau zu bringen.

Mit Schlagzahl 38 und 88 dB weg vom Start, vorbei am Krankenhaus Siloah, DRC und Hautklinik, beim Schwarzen Bären 20 Dicke, mit einem wie entfesselt agierenden Steuer-KLAUS in den Mündungsbereich der Leine hinein, schon ist Dornröschen in Sicht, da geschieht das Unfassliche: es herrscht urplötzlich kleinklausmäßige Ruhe im Boot...

Klaus GROSS deutet auf Schilddrüse/Stimmbänder und zeigt damit an, dass der Rudergott (GROSS) ein Einsehen hatte mit ungestörter Dornröschenidylle, Ansprüchen auf Anrainermittagsruhe und schutzlosen Ruderknechten. Er nahm dem GROSSEN KLAUS die Stimme nicht für ewiglich aber zur rechten Zeit und soll dabei gemurmelt haben:

Ein ÄSKULAPSUS zur rechten Zeit... bringt Ruhe und Gelassenheit.                                                                                      

B. B.    

 
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