Elbe und Havel - WSV-Rudern

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Pfingsten auf Elbe und Havel

Wie in jedem Jahr stand zu Pfingsten wieder eine „Kreuzfahrt“ an: Unser Wanderruderwart Klaus hatte Fahrten auf Elbe und Havel mit Übernachtungen in Tangermünde, Havelberg und Wittenberge geplant. Die erste Gruppe, bestehend aus 5 Ruderern, startete bereits am Donnerstag vor Pfingsten, um noch Zeit für einen Erkundungsgang durch die Hansestadt Tangermünde zu haben.
Bei der Ankunft im Ruderverein vor Ort staunten wir nicht schlecht: Lag da etwa der Seehund am Steg? Aber Ulla war nicht vorausgefahren, sondern Elke vom TRC war gerade 20 km  mit einem baugleichen Boot auf der Elbe gerudert. Nach einer Führung durch das Vereinshaus riggerten wir die für den nächsten Tag benötigten Boote auf, bevor wir uns auf den Weg ins Hotel machten. Vor dem Essen nutzten wir dann noch die Zeit für einen Rundgang durch die Altstadt, genossen Trompetenklänge in der Stephanskirche,  vom Burggelände die herrliche Aussicht auf die Elbe und bewunderten wunderschön restaurierte alte Gebäude.
Nach dem Essen mussten wir auf besonderen Wunsch des Fahrtenleiters noch auf ein Kuhschwanzbier in einer Kneipe einkehren. Wir landeten in der alten Schule, die nicht nur mit leckerem Bier begeisterte, sondern auch mit liebevoll gestalteter Einrichtung und einer Frauengruppe, die  aufgehängte alte Kleidungsstücke mit viel Spaß anprobierte.
Die erste Ruderetappe führte am Freitag zusammen mit  Klaudi und Jürgen nach Havelberg. Jürgen war extra früh aufgestanden, um diese Strecke bei schönem Wetter zu erleben. Auch Dagmar war dieser Abschnitt nur mit strömendem Regen bekannt, wegen Krankheit hatte sie jedoch kurzfristig abgesagt, so dass der Vierer an diesem Tag unterbesetzt rudern musste.
Während wir das schöne Wetter auf der Elbe genießen konnten, hatte Dorothee die Überführung von Bus und Hänger nach Havelberg übernommen. Dies gestaltete sich angesichts eines falschen Abbiegemanövers als schweißtreibende Angelegenheit, die Doro – mit Udos Hilfe – jedoch bravourös meisterte und schadenfrei  bei den im Havelberger Quartier wartenden Ruderern ankam. Weitere Pfingstruderer trudelten ebenfalls ein, so dass wir zum gemeinsamen Abendessen schon fast vollzählig waren. Als letzte stießen am Samstag pünktlich zum Frühstück Marianne und Jörn zu uns.
Vor dem Rudern steht  bekanntlich stets die Bootseinteilung durch den Fahrtenleiter. An diesem ersten Morgen war die Begrüßung mit Klatsch und Tratsch aber offensichtlich wichtiger, jedenfalls fiel es Klaus schwer, sich Gehör zu verschaffen – dabei  ist er  für Lautstärke bekannt, so dass sein Einwurf, er schreie nicht gerne, viel  Gelächter erntete. Endlich ging es dann aber doch los, und wir ruderten  havelabwärts bis zur denkmalgeschützten Wehranlage Quitzöbel. Eine Schleusung auf die Elbe war  leider nicht möglich, so dass wir den gleichen landschaftlich sehr schönen Weg wieder zurück rudern mussten. Da noch ausreichend Zeit war, ruderte Klaus mit Daria und Jürgen in der Moorlady noch eine kleine Extrarunde durch den etwas schmaleren Stadtgraben um die Stadtinsel herum.
Am Nachmittag standen dann eine Stadtführung und der Besuch der Bundesgartenschau auf dem Programm. Ein aus Berlin zugereister Österreicher machte uns mit der Geschichte der alten Hansestadt und sowie des Domes und ehemaligen Prämonstratenserstiftes St. Marien zu Havelberg bekannt. Leider war aus dem sonnigen Morgen ein kühl trüber Nachmittag geworden, dennoch besichtigten wir die Anlagen der BuGa  in Kleingruppen. In der Abteilung „Friedhofsgestaltung“ entdeckten wir eine sehr phantasievolle Grabstelle für einen Uhrmachermeister, die Leo, ebenfalls Uhrmachermeister, sehr gut gefiel: „Guck mal, Sigrid, so was will ich auch haben. Da kriegt man ja richtig Lust aufs Sterben!“ – Nun, wir hoffen natürlich, dass uns Leo noch ein wenig erhalten bleibt. Nachdem wir auch noch die Stadtkirche, ebenfalls Teil der BuGa, besichtigt hatten, machten wir uns auf zur „Güldenen Pfanne“, um mit einem schönen Essen den Tag zu beschließen. Als Absacker gab es dann noch vor den Bungalows diverse Likörchen….
Am Pfingstsonntag war die Fischerei in Strodehne das Ziel für Ruderer und Fahrradfahrer. Hier tischte man uns mit Brassenfilet und Zwiebelgemüse ein echtes Festtagsessen auf, das durch die von Reinhold spendierten Flusskrebse noch ergänzt wurde.
Während Jürgen sich im Anschluss an diese Ruderetappe in Richtung Heimat verabschiedete, stand für die übrigen Ruderer noch die Bundesgartenschau in Stölln inklusive Otto-Lilienthal-Ausstellung  auf dem Programm.
Am Pfingstmontag wurde  bei reichlich Wind elbabwärts nach Wittenberge gerudert, inklusive Sektpause am Elbestrand. Abends gab es wieder gutes Essen: in der alten Ölmühle  wurden Bierzwiebelsuppe und andere Leckereien serviert. Dem Personal unterlief ein Missgeschick, und Sigrid wurde mit Bier übergossen – sie nahm es mit dem ihr eigenen Humor und freute sich beim Trockentupfen ihres T-Shirts über die „Biermassage.“  Nach dem Essen hieß es für einige Ruderer, Abschied zu nehmen. Während Klaus und Klaudi Erika, die sich einen Infekt eingefangen hatte, ins Bett brachten, erkundete der verbliebene Rest der Ruderer den Ort per Pedes, um eine Lokalität für das Frühstück am nächsten Morgen zu finden. Im Kranhaus genossen wir dann gemeinsam mit Klaus und Klaudi noch den Abend auf der Balkonterrasse über der Karthane mit Blick auf die Elbe, bevor auch wir uns beim WSV Wittenberge im Bootshaus Garsedow zur Ruhe begaben.
Am Dienstag nach dem Frühstück wurde unsere Gruppe nochmals um drei Ruderer kleiner. Während die verbliebenen Damen noch die letzten Betten abzogen, suchten drei Herren einen geeigneten Anlegeplatz in Schnackenburg und stellten dort den Bus nebst Hänger ab. Nach ihrer Rückkehr warteten wir noch einen Regenschauer ab, bevor es aufs Wasser ging. Auch auf unserem letzten Ruderabschnitt gab es wieder reichlich Wellen auf der Elbe. Nass wurden aber nur unsere Füße, da wir keinen Steg zum Anlegen hatten. Wie es sich für ein gut eingespieltes Team gehört, ging das Abriggern sowie Verladen der Boote fix und wir konnten den langen Heimweg antreten.
Dank moderner Technik erwarteten uns in der Heimat bereits helfende Hände, so dass auch das Entladen, Putzen, Aufriggern und natürlich Eintragen der geruderten Kilometer rasch erledigt waren.
Ein Dankeschön der Gruppe geht außer an den Fahrtenleiter Dr. Klaus Gratz auch an die Organisatoren der Aktionen vor Ort sowie ganz besonders an Jörn Homann, dessen Einsatz es zu verdanken ist, dass alle benötigten Ruderboote ruderbereit waren!

DK


 
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